Meine musikalische Biographie bzw. mein musikalischer
Werdegang
Im zarten Alter vor neun Jahren (bin 1964 geboren) erhielt ich nach meiner
älteren Schwester meinen ersten Klavierunterricht
an der städtischen Musikschule in Duisburg (Niederrheinische Musikschule).
Besonders auf die Flügel,
an denen ich später an verschiedenen Stellen in Duisburg Unterricht hatte,
freute ich mich immer sehr 😊 .
Mit zwölf Jahren begann ich im Posaunenchor der Gemeinde zu spielen und wurde
recht schnell zum Tiefblech „versetzt“,
da es da an Mitspielen mangelte und ich ja schon den Bassschlüssel vom Klavier
her lesen konnte.
Das war dann auf einem Baritonhorn, später schnappte ich mir eine
(zugegebenermaßen viel zu enge) Jazz Posaune aus dem Posaunenchorfundus
und begann darauf zu spielen. Später, fasziniert vom Klang der englischen
Brassbands, stellte unser Posaunenchorleiter nach und nach
das Instrumentarium auf Kornette und Instrumente der sog. „Saxhorn Bauform“(Eb-Althörner, Baritonhörner, Euphonium), um ebenso auf
Tuben im Brass Band Stil.
Da ich gegen Ende der Schulzeit die Idee hatte, eventuell Tuba zu studieren ,
bekam der Posaunenlehre der Musikschule mit,
daß da ein Klavierschüler Euphonium spielte und
„verpflichtete mich in der damaligen „Brass Band“ .
So lernte ich dann doch noch die üblicher transponierte Notation zu lesen, da
die Stimmer für das Euphonium stets als Bb Stimme notiert war.
Ein Glücksfall für mich, denn dadurch war ich später in der Lage , mal auch
eine Tenorsaxophonstimme oder später
auch Trompetenstimme zu lesen
und auch den bei klassischer Posaune häufig verwendeten Tenorschlüssel zu
entziffern.
Da ich als Klavierschüler das Klavier immer mochte aber nie wirklich ehrgeizig war, war mein
Klavierspiel für die Aufnahme in die studienvorbereitende Klasse wohl zu
dürftig.
In Musiktheorie und Gehörbildung war ich aber wohl ganz gut. Mit dem Tuba
Studium wurde es also nichts.
Im Nachhinein hat mir wohl die Motivation gefehlt, die erst dadurch aufkam, daß ich die Klavierbegleitung des „Jugendchores“
in unserer Gemeinde übernehmen musst, als die älteren Pianisten Duisburg zum
Studium verließen.
Da hatte ich dann plötzliche eine Aufgabe und Verantwortung.
Da ich daheim schon lustig versuchte Pop und Rockmusik auf dem Klavier
nachzuspielen,
hatte ich zusammen mit dem Musiktheorieunterricht ein ganz gute Grundlage, um mein Pop- /Gospel-Pianospiel zu verbessern
und habe mir die „coolen“ Ideen der Arrangeure abgeschaut, die in teilweise
sehr gut notierten Klavierbegleitungen aufgeschrieben waren.
Die in der geistlichen Popmusik bekannten Pianisten/Arrangeure waren damals
Dieter Falk, Hans-Werner Scharnowski
und Johannes Nitsch, von denen ich mich habe inspirieren lassen 😊
Heute denke ich, daß eine Zusammenführung von
Klavierschülern mit Streichern oder Bläsern in der Musikschule
mir vielleicht eher eine Aufgabe mit Verantwortung gegeben hätte.
Im Studium der Elektrotechnik traf ich bei einer UNI Party einen Bekannten, der
mich in dem Gymnasium,
die ein Trompeter unseres Posaunenchors besuchte, mit einer Posaune in der Hand kennengelernt
hatte.
Er fragte mich, ob ich noch Posaune spielte. Es gebe an der UNIS Duisburg eine
Big Band und es fehlte noch eine Posaune,
ich müsse unbedingt mitspielen. Zu der Zeit spielte ich zwar ausschließlich
Euphonium, aber ich konnte mir aus dem Posaunenchorfundus
eine frei kleine Tenorposaune ohne Ventil schnappen.
Das war für mich im Alter von etwa 25 Jahren der „Einstieg“ in die musikalische
Welt außerhalb der Kirchenmusik.
Durch den Kontakt zu einem Altsaxophonisten Eddie der UNI Duisburg Big Band
lernte ich die Bluesband kenne,
in der er noch Tenorsaxophon spielte, da mich der Gitarrist uns
Sänger zu einem Konzert von „Blood, Sweat & Tears“ in seinem alten Mercedes
mitnahm.
Er fragte mich ob ich neben Posaune nicht zufälligerweise auch noch Keyboards
spielen würde,
was ich positiv beantworten konnte. Und schon hatte ich meine zweite Band 😊
Als wir auf einem Stadtfest in Duisburg mit Eddie und dem Trompeter der
Bluesband Dirk eine Soulband vom Niederrhein anhörten,
warteten wir später an der Bühnenkante und fragten deren Keyboarder, warum sie
ohne Bläser spielten,
die gehörten doch zu so einer Musik dazu.
Zack, hatten wir eine weitere Band, in der ich dann auch Posaune spielte.
Wir probten spielten etwas zwei Jahre mit dieser Band , die zunächst noch
„Helga Hellfire“ und später für kurze Zeit „Soulution“
hieß.
Ich bin mir sicher, daß
wir nicht die einzigen Soul Band waren , die sich so
nannte 😉
Da der Keyboarder noch ein wenig Altsaxophon in der Big Band der Musikschule
der Nachbarstadt Moers spielte, animierter er uns Blechbläser
, auch dort mitzuspielen.
Meinen Trompetenkumpel hat dort damals auch sehr profitiert, weil er dort viele Noten
„fressen“ musste,
was er bisher nicht gewohnt war. Heute spielt er viel und unterrichtet sogar
Trompete.
1995 spielt ich das erste Mal in dem Projekt „Maschinenträume“ im
Jugendorchester Duisburg e.V. zweite Posaune
unter der Leitung von Markus Lüdke.
Das Konzert fand in der mechanischen Hauptwerkstatt von Thyssen Krupp in
Duisburg Ruhrort statt. Eine grandiose
Kulisse mit sehr, sehr viel Hall 😉 .
Die schwierigste Nummer in dem Programm war „A short ride in a fast machine“ von John
Adams, eigentlich viel zu schwer für ein Amateurorchester,
aber am Ende haben wir es doch ganz ordentlich aufgeführt.
Daneben waren Nummern wir Leroy Andersons „Typewriter“ mit Solist an der
Schreibmaschine und die Aria der Olympia Bestandteil des Programms,
sowie ein Ausschnitt aus Max Brands Oper „Maschinist Hopkins“ , in dem gerade
zum Schluß unglaubliche Dynamikanweisungen in der
Partitur standen.
mf- f- ff- cresc. fff- cresc. molto , „mit äußerster Kraft“ und beim Schlußton „scharf abreißen“
Klassische Musik halt mit sehr, sehr vielen Dynamikstufen 😊
In der Big Band Literatur wird ein fff schon sehr selten notiert.
Heute heißen wir glücklicherweise nicht mehr
„Jugendorchester“ sondern „Klangkraft“ .
Internet Webseite: https://klangkraft.de
Ein Liste der vergangenen Projekte diese Orchesters: https://klangkraft.de/projekte/
Diese Orchester hat zwei Youtube Kanäle, in denen es
etliches an Live Mitschnitten aber auch
an Video Einspielen zu sehen ist, die wir für unsere Projekte gedreht haben.
https://www.youtube.com/@jugendorchesterdu
https://www.youtube.com/@klngkrft
Ein Mitschnitt , auf den wir recht stolz sind ist „Music“ von John Miles,
dessen Fassung man von „Nokia Night Of The Proms“ kennt.
https://www.youtube.com/watch?v=rf4DQ1IZ5b0&list=RDrf4DQ1IZ5b0&start_radio=1
Für dieser Veranstaltung hatte Heiner Schmitz(Saxophon/Arrangement/Komposition)
uns Musik „geschneidert“ , die wir bei dieser
Veranstaltung für „Schwäbisch Hall“ aufgeführt haben.
Mit dieser Band durften wir später nochmal eine Firmenfeier der „Rügenwalder
Mühle“ bestreiten. 😊
In der vergangenen Zeit spielte ich sehr viel Big Band auf der Posaune und auch
an der Trompete.
in den Big
Bands, in denen ich teilweise heute noch spiele:
MKS BB (Musik- und Kunstschule Duisburg ) ( früher 1. Posaune , heute Bassposaune)
Jazz Swing College Band (Big Band der Musikschule Krefeld ( 1./2. Posaune bis ca. 2012)
Bandfire ( zunächst 3. Posaune, dann 2. Posaune,
zuletzt 1,. Posaune bis ca. 2020)
BigBandits
, die Big Band an der Uni Essen (ca. 25 Jahre lang 4. Trompete, heute 1.
Posaune)
https://jazzswingcollegeband.eu/
https://bigbandits.org/
https://www.instagram.com/mks_bb/
https://www.facebook.com/bandfireBigBand
#Diese Big Band existiert in der Form nicht mehr
Seit 2012 bin ich auch zu meinen Blechbläserwurzeln zurückgekehrt und spiele in
dem Posaunenchor
der Christuskirche in Duisburg Rheinhausen (in der Regel heute Bassposaune)
In gleichen Jahr fanden die Deutschen Brass Band Meisterschaften in Duisburg in
der Mercatorhalle statt. Die animierte mich,
eine Brass Band zu suchen, in der ich mitspielen konnte. Eine Freundin spielt
damals in der Brass Band Düren Bassposaune,
die Band war aber bereits ausreichend besetzt.
Der Leiter verweis mich an einen Kollegen, der gerade eine Brass Band neu
gegründet hatte.
So begann ich in der Brass Band Westfalen zunächst 2. Bariton zu spielen, weil
dieser Platz noch frei war.
In der Zwischenzeit hatte ich mir sowohl ein Bb-Tuba
(Drehventile, europäische Bauweise ) besorgt als auch eine Eb Tuba(Brass Band
Bauweise ) ,
so daß ich in der Brass Band später in das Tuba
Register wechselte und so bei den
Deutschen Meisterschaften in Bad
Kissingen
einmal an der Eb Tuba (ohne zweiten Mann) und einmal an der zweiten
Posaune(gedoppelt mir eine lieben Kollegin)
teilnahm ,
wo wir auch 2018 die Mittelstufenwettbewerb gewannen.
Ein Mitschnitt des Wertungsspiels : https://www.youtube.com/watch?v=tEayRkWEygM
Leider hatte früh morgens um 8:30 (hallo? Blechbläser sollen um diese
Uhrzeit fit sein ?)
auch noch vergessen,
die Bühnenbeleuchtung einzuschalten, wie man auf dem Video gut erkennen kann.
Unser Leiter hatte das auch nicht geblickt, so daß
ich dann doch etwas näher an die Kollegin heranrückte,
um die Noten aus dem gemeinsamen Pult lesen zu können.
Hier das Wertungsspiel von 2016 , bei dem ich dann
wohl Eb Tuba gespielt habe.
https://www.youtube.com/watch?v=4jz1ZfpD9D0&list=RD4jz1ZfpD9D0&start_radio=1
Heute spiele ich die Eb in der Brass Band Essen, die an der Folkwang UNI in
Essen Werden probt
und die von einigen Mitgliedern der ehemaligen Brass Band Westfalen gegründet
wurde.
Insgesamt macht es mir sehr viel Spaß
meinen diversen Messingröhren möglichst schöne Töne zu entlocken
und freue mich immer wieder, wenn es neben meinen festen Ensembles Anfragen
gibt , bei Konzerten und musikalischen Projekten mitzuwirken,
da es stets den musikalischen Horizont
erweitert, man neue Menschen kennenlernt und es auch Spaß macht,
die mittlerweile erworbene musikalisch Erfahrung in verschiedenen
Stilrichtungen anwenden zu dürfen.
So zählen zu den befreundeten Ensembles die
Big Band die alteingesessene
Klaus Esser Big Band in Hilden, die Solinger Soulband „Juicy
Souls“ ,
die Hattinger Big Band „Big Blast Company“ , die ein sehr außergewöhnliche
Repertoire pflegen 😉
und die Rhein-Ruhr-Philharmonie ebenfalls beheimatet in Hattingen/Witten.
https://www.klaus-esser-bigband.de/
https://juicy-souls.de/
https://www.bigblastcompany.de/
https://www.rheinruhrphilharmonie.de/